Willkommen in Dingolfing |
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Dingolfing liegt an der Isar, inmitten des niederbayerischen Hügellandes, 100 Kilometer nordöstlich der Landeshauptstadt München. Mit einer Einwohnerzahl von 18.500 und einer Gesamtfläche von über 44 qkm ist Dingolfing ein Anziehungspunkt auch für das Umland geworden.
Die Isar teilt die Stadt in die historische Altstadt und die Neustadt, die sich um die alten Schwaigdörfer ausgedehnt hat und heute weitgehend industriell geprägt ist.
Vermutlich 770 berief Herzog Tassilo III eine Synode nach Dingolfing ein. Im Jahr 833 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt, bezeichnet als Tinguluinga mit einer Kirche und einem Königshof. Von dieser Lage her hat er seine ureigenste Ausprägung erhalten. sie beruht auf der Anlage als Doppelstadt. Um die Pfarrkirche St. Johannes liegt der älteste Bereich, vor mehr als 1200 Jahren bereits Gutshof der agilolfingischen Herzöge. Im Jahr 1251 führte dann der bayerische Herzog Otto II aus dem Haus Wittelsbach die eigentliche Stadtgründung in Dingolfing durch und zwar auf dem zur Isar hin vorspringenden Bergsporn der heutigen Oberen Stadt.
Die Altstadt lag einst in den wehrhaften Klammern ihrer Mauer, die in bestimmten Abständen mit stämmigen Türmen besetzt war. Tore öffneten sich den Ein- und Ausreisenden. Größere Teile dieser alten Befestigung sind noch heute vorhanden (so auch im Seniorenzentrum). Die als Baudenkmal bedeutsame Hochbrücke führt wie eh und je von Süden her in die Obere Stadt. Hinter dem einst schützenden aber auch beschränken den Mauergürtel scharen sich die Baulichkeiten der Bürger um die Zeichen ihres ausgeprägten Selbstbewusstseins. Hier überragt die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Johannes (Grundsteinlegung 1467) mit ihrem mächtigen Langhaus alle Firste der Unterstadt. Aber erst der hochaufstrebende Turm weist schon in der Ferne dem Heimkehrenden die Richtung. Gegenüber, am Rand der Oberstadt, baut sich als Wahrzeichen der Storchenturm auf. Aus der Fläche gleichgerichteter Dächer erheben sich einzelne Steilgiebel, stets ein bedeutendes Gebäude anzeigend, wie etwa die Herzogsburg mit ihrer prächtigen Westfassade. Sie diente einst als Absteigequartier der niederbayerischen Herzöge und war neben dem Rathaus Mittelpunkt des öffentlichen Lebens.
Dingolfings große Zeit ersten Wachstums waren die Jahrhunderte von etwa 1350 bis 1600. Im Zeitalter der späten Gotik blühten Handel und Wandel, der Gewerbefleiß ihrer Bürger in Textil- und Lederverarbeitung verschaffte der Stadt einen gewissen Reichtum. Dieser wiederum ließ kulturelle und soziale Leistungen erstehen. Die Gründung der Oberen und Unteren Spitalstiftung fällt in diese Zeit.
Die Aufwärtsentwicklung wurde jedoch durch die großen Kriege der europäischen Mächte seit dem 17. Jahrhundert empfindlich gestört. Der Dreißigjährige, der Spanische und der Österreichische Erbfolgekrieg verursachten schweren materiellen Schaden und dezimierten durch Seuchen die Bevölkerung.
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Am 17. Mai 1743 sank Dingolfing zum größten Teil in Schutt und Asche, als es von österreichischen Truppen beschossen, geplündert und angesteckt worden war. Die Säkularisation des 1640 hier gegründeten Franziskanerklosters sowie die Auflösung der Verwaltung und Justiz über Stadt und Umland übenden Pfleggerichts 1802/03 brachten weitere wirtschaftliche Beeinträchtigungen. Missernten und Teuerungsjahre 1816/17 taten ein Übriges, um den Tiefstand in Dingolfings langer Geschichte herbeizuführen.
Eine allgemeine Wende im Wirtschaftsleben jener Zeit eröffnete aber seit Mitte des 19. Jahrhunderts neue Hoffnung für die Zukunft. Die Verbesserung der Verkehrsbeziehungen durch die Errichtung von Eisenbahnen und den Bau neuer Straßen trug wesentlich dazu bei, dass sich jetzt Ansätze jenes Gewerbezweigs bilden konnten, der seither die gesamte Existenz der Stadt beherrscht: die Industrie. Hand in Hand damit ging die Verbesserung, der verwaltungstechnischen, kulturellen und sozialen Verhältnisse am Ort. Neu- und Umbauten, ferner der Abbruch hinderlicher Bausubstanz, der jedoch leider unersetzliche historische Werte zur Opfer fielen, begannen ein anderes Bild der Stadt zu zeichnen.
Aus einer Reparaturwerkstätte für Landmaschinen entstand seit 1905 Dingolfings größter Industriebetrieb, die Firma Glas, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Produktion von Motorrollern und Automobilen aufnahm. 1967 ging sie in den Besitz der Bayerischen Motoren Werke AG über, die mit hohen Investitionen den Ausbau zur heutigen Kapazität führte und im Isarmoos eines der modernsten Automobilwerke errichteten.
Diese rasch steigende Entwicklung der Industrie und der starke Zustrom von Neubürgern hat nach 1945 in Dingolfing wie in keiner anderen Stadt Niederbayerns eine Neubelebung des Wohnungsbaus gefördert. So bildeten sich weitere Ansiedlungen nordwestlich und nordöstlich des Altstadtkerns, besondere Ausweitung aber erfuhr die "Neustadt" im Gebiet der alten Schwaigdörfer von Goben über Höll, Geratsberg bis Sossau.
Begleitet wurde der -rasante Bevölkerungsanstieg von enormen Investitionen in die Infrastruktur die Schulen, Kindergärten, Sportanlagen sowie Kultur und Freizeiteinrichtungen. Insbesondere die 1978 eingeweihte Eissporthalle, die 1983 fertiggestellten Angebote der Stadthalle, des Jugendzentrums und des Erlebnisbads Caprima, stütze den Anspruch der Stadt als Mittelzentrum. In den letzten Jahren galt das Hauptaugenmerk der Stadt der Sanierung der Altstadt, die dadurch für die Aufgaben der Zukunft fit gemacht wird. Die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete sichert die vorhandenen 23 000 Arbeitsplätze und schafft die notwendigen Voraussetzungen für eine weiter Entwicklung von Gewerbe, Handwerk und Industrie.
Mehr Informationen zur Stadt findet Sie auf der Homepage der Stadt Dingolfing: www.dingolfing.de